Wie schnell der Fahrer auf einer Strecke mit Geschwindigkeitsbegrenzung wirklich fahren möchte, kann die Software nicht wissen.
Wenn die Erkennungsquote bei 99,9% läge, wäre eine daraus abgeleitete automatische Regulierung vielleicht für mich praxistauglich, aber von 99,9% Trefferquote ist die VZE noch sehr weit entfernt. Halte ich auch für unrealistisch, weil verdeckte Schilder, Zusatztexte, Bezug auf Fahrstreifen etc niemals absolut sicher erkannt werden können.
Hinzu kommt, dass eine angezeigte Höchstgeschwindigkeit nicht das einzige Kriterium für die tatsächlich gewünschte Geschwindigkeit ist. Straßenzustand, Wetter, Verkehrsdichte etc. spielen auch noch eine Rolle; und nicht zuletzt die von anderen Verkehrsteilnehmern gefahrene Geschwindigkeit.
In Deutschland wird die Höchstgeschwindigkeit eher als Empfehlung interpretiert und jemand, der nicht 10% drauflegt, ist schnell ein Verkehrshindernis. Bei 10% besteht auch kaum die Gefahr ein Knöllchen zu kassieren; und falls doch, bleibt es billig. Ganz anders zum Beispiel in den Niederlanden; da habe ich bei einer geringfügigen Überschreitung mal ein saftiges Bußgeld zahlen müssen - das erzieht, eine Höchstgeschwindigkeit wirklich als oberstes Limit zu interpretieren.
Die Anzeige der gültigen Höchstgeschwindigkeit im Display und ggf. einen Hinweis bei Überschreitung halte ich für sehr hilfreich; dafür muss die VZE möglichst zuverlässig sein und da gibt es beim EX30 noch Potential nach oben. Aber die gefahrene Geschwindigkeit bestimme ich immer noch selbst und verlange keine Automatik, die mir das Fahren abnimmt.